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Alpenurlaub im Wallis

10 Sep

Wallis – in die Tiefe zur Bootstour im Berg, hoch hinauf zu Bernhardinern und entlang geschichtsträchtiger Suonen
Das Schweizer Wallis – die Heimat von 43 Viertausendern und des weltberühmten Matterhorns – bietet auch in der Tiefe ein ganz besonderes Erlebnis: Zwischen Sion und Sierre befindet sich mit dem Lac Souterrain von Saint Léonard der größte befahrbare und natürlich entstandene unterirdische See Europas. Auf täglichen Touren kann die Seegrotte noch bis November erkundet werden. Sie kann auch für Events exklusiv genutzt werden. Hoch hinaus geht es dagegen auf Wanderwegen zur Heimat eines Schweizer Wahrzeichens, der Bernhardinerhunde am Grossen St. Bernhard. Ein Wanderparadies finden Urlauber auch rund um Nendaz. Die insgesamt 98 Kilometer langen Wanderwege entlang der acht geschichtsträchtigen Suonen führen durch atemberaubende Landschaften mit faszinierenden Ausblicken auf Täler, Dörfer und Berge. Weitere Informationen, Tipps für die Ausrüstung zum Wandern und Erlebnistipps gibt es unter der gebührenfreien Rufnummer von Schweiz Tourismus 00800 100 200 22 mit persönlicher Buchungsberatung.

Dieser Ort ist ein ganz besonderer: Im Herzen des Wallis zwischen Sion und Sierre befindet sich der unterirdische See Lac Souterrain von Saint Léonard. Die 300 Meter lange und rund 20 Meter breite Wassergrotte gilt als Kraftort und ist der größte natürliche unterirdisch befahrbare See Europas. In der 6000 Quadratmeter großen Seegrotte starten täglich halbstündlich von 9 bis 17 Uhr geführte Bootstouren zur Geschichte und Geologie der Höhle (Mitte März bis 1. November 2011). Daneben ist die eindrucksvolle Unterwelt auch für Veranstaltungen exklusiv buchbar. Sie gehören wie das Matterhorn zu den Wahrzeichen der Schweiz: die gutmütigen Bernhardinerhunde. Die Legende von Barry, dem Rettungshund, ist Volksgut und macht die Bernhardiner zu den berühmtesten Schweizer Lebensrettern. In Martigny ist den Hunden ein eigenes Museum gewidmet. Auf den Grossen-St.-Bernhard-Pass, wo viele der Hunde der Fondation Barry in 2500 Metern den Sommer verbringen, führen von Martigny aus der St. Bernard Express bis Orsières und der Bus Richtung Pass bis zum Kloster-Hospiz. Ein ganz besonderes Erlebnis bieten die 90-minütigen Wanderungen in Begleitung von Bernhardinern. Sie finden von Juli bis September täglich in der wildromantischen Landschaft des Grossen St. Bernhard statt. Die Hospizzuchtstätte ist von Anfang Juni bis Anfang Oktober täglich geöffnet. Jeweils zwischen 10 und 18 Uhr können die Bernhardiner beobachtet und gestreichelt werden. Das Hospizmuseum bietet dazu einen interessanten Einblick in die Geschichte des legendären Passübergangs. Suonen (franz. bisses) sind Bewässerungskanäle, die geschichtlich bedeutende Zeugnisse von Kultur und Zivilisation im Alpenraum sind – geboren aus dem Willen der Walliser Bergbauern, den Folgen von Trockenheit und Wassermangel zu entgehen. Sie dienen heute noch dazu, das Schmelzwasser der Gletscher in die Täler und auf das Kulturland wie die bekannten Weinbaugebiete des Wallis zu leiten. In Nendaz befindet sich das größte noch aktive Suonennetz der Schweiz. Die insgesamt 98 Kilometer langen Wanderwege entlang der acht Suonen führen durch atemberaubende Landschaften mit faszinierenden Ausblicken auf Täler, Dörfer und Berge. Die Suonenwege sind bis Herbst begehbar. Startpunkt der Wanderungen ist im Dorfzentrum von Nendaz.

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10. Nationalpark Bike-Marathon in Graubünden

28 Aug

Ausserordentliche Bedingungen und ausserordentlicher Ausgang für den 10. Nationalpark Bike-Marathon.
Der zehnte Nationalpark Bike-Marathon geht als bisher härteste und ausserordentlichste Austragung in die Geschichte des grössten Bike-Rennens Graubündens ein. Dazu tragen nicht nur die zahlreichen Jubiläumsbesonderheiten bei, sondern in erster Linie die ausserordentlichen Wetterbedingungen. Erstmals musste ein Nationalpark Bike-Marathon aus Wettergründen abgebrochen werden – im Zeichen der Sicherheit und mit Auswirkungen auf das Resultat.
Zu heftiges Bergwetter erfordert Rennabbruch beim MTB Schweiz.  Auch die Sicht war selbst mit guten MTB Brillen nicht mehr gewährleistet.

Die Wetterprognose liess wie schon letztes Jahr bereits im Voraus verschärfte Bedingungen erwarten: Nach einer langen und warmen Schönwetterperiode blickten die Teilnehmer der Jubiläumsaustragung genau zum Renntag einem deutlichen Wetterwechsel entgegen. Entsprechend vorbereitet gingen rund 1900 angemeldete Athleten, Bike-Begeisterte und Breitensportler in Scuol, Fuldera, Livigno und S-chanf bei regulären Bedingungen an den Start. Um neun Uhr setzte dann später und viel heftiger als erwartet, der Wetterumsturz ein. Sturmböen mit Graupel am Chaschauna-Pass, Gewitter auf mehreren Teilen der Strecke und Schneefall bis auf ca. 1600 m ü. M. erschwerten die Bedingungen für die Teilnehmer schlagartig, sodass sich das Organisationskomittee gegen 12.00 Uhr für die Sperrung des Chaschaunapasses entschied. Nachdem sich das Wetter nach Mittag weiter verschlechterte, wurde in einem zweiten Schritt ein kompletter Rennabbruch für die drei längsten Strecken veranlasst.
Gesundheit und Rücktransport der Teilnehmer hat Priorität.

Der Nationalpark Bike-Marathon findet – wie das Wetter – draussen statt. Die landschaftliche Vielfalt macht ihn einzigartig und trägt massgebend dazu bei, dass er sich als grösster Bike-Sport-Anlass des Kantons etablieren konnte. Ironischerweise veranlasste genau diese rauhe, vielfältige Bergwelt in diesem Jahr durch das Wetter einen Rennabbruch. Zu gross wären im Falle einer Fortsetzung die gesundheitliche Belastung und das Verletzungsrisiko für die Teilnehmer gewesen, weshalb ab Mittag die komplette Aufmerksamkeit dem sicheren und schnellen Rücktransport der Bikerinnen und Biker galt. Sofort wurden Gratis-Sonderkurse von PostAuto und Silvestribus gemeinsam mit Lastwagen für den Rücktransport von Mensch und Material nach Livigno geschickt, während die Rhätische Bahn im Engadin die teils stark frierenden Teilnehmer gratis an den Zielort nach Scuol transportierte. Um sich richtig aufwärmen zu können gewährte das Engadin Bad Scuol allen Teilnehmern im Urlaub spontan freien Eintritt ins Erlebnisbad.
Schweizer Meisterschaft mit ausserodentlichem Ausgang.
Der Rennabbruch wirkte sich auch auf die lizenzierten Fahrerinnen und Fahrer der Schweizer Elite aus, welche im Rahmen des heutigen Rennens auch um den Sieg der Schweizermeisterschaften kämpften. Für die Meisterschaftswertung galt daher bei den Damen nur die Strecke von Scuol nach Livigno (67 km), bei den Herren wurde die Zeit nach 91 Kilometern beim Messpunkt in S-chanf gestoppt. Und diesen Messpunkt erreichte Urs Huber als erster, vor Alexandre Moos und Thomas Stoll. Nach den Siegen auf der 104 km Strecke in den Jahren 03, 05 und 06 sowie auf der Gesamtstrecke vor 3 Jahren reiht sich mit dem heutigen Sieg und Schweizermeistertitel ein ganz besonderer Sieg in das Palmarés des Joners ein. Bei den Damen gewann Milena Landtwing aus St. Moritz mit deutlichem Vorsprung auf Nadia Walker und Andrea Kuster.
Jubiläums-Anlass mit Neuerungen und Besonderheiten.
So hart und fordernd die Bedingungen für die Teilnehmer, so vielfältig zeigte sich die diesjährige Jubiläumsaustragung des Nationalpark Bike-Marathon in seiner Gesamtheit: Nebst der abwechslungsreichen Strecke und vielfältiger Kategorienauswahl bot der Nationalpark Bike-Marathon in diesem Jahr mit seiner zehnten Austragung auch einige Besonderheiten während der Schweiz Reise. Am Vorabend des Rennens wurde im Rahmen einer offiziellen Jubiläumsveranstaltung der Club «giubilars da 10 ons» gegründet. Die Feier zeichnete all jene mit einem speziellen Jubilar-Trikot aus, welche den Nationalpark Bike-Marathon jedes Jahr erfolgreich absolviert haben und heuer somit zum zehnten Mal starteten. Weiter gab es als Erinnerung an das zehnte Jahr für alle Teilnehmer/-innen und Helfer/-innen ein Jubiläumsgeschenk. Auf der Strecke gab es kleine Änderungen zur Qualitätssteigerung für die Biker: So wurde die Start-, Wechsel- und Verpflegungszone in Livigno leicht in Richtung Valle di Federia vorverlegt und die Verpflegungszone in Zernez an den höchsten Punkt der Steigung «Plej» versetzt.
Die vielfältige Unterstützung macht’s möglich.
Hohe Teilnehmerzahlen und die Bedeutung des grössten Mountainbike-Events im Kanton motivieren zur freiwilligen und tatkräftigen Unterstützung. Nebst dem sehr guten Kooperationsverhältnis mit dem Hauptsponsor Coop und der Graubündner Kantonalbank als exklusivem Co-Sponsor konnte der Veranstalter mit der Firma Bezzola-Denoth AG einen Voluntari-Ausrüster gewinnen. Der T-Shirt-Sponsor ermöglicht die Ausstattung aller freiwilligen Helfer für die nächsten 3 Jahre. Und das sind viele: Rund 500 freiwillige Helfer standen für den Anlass im Einsatz und bereiteten Teilnehmern wie Besuchern ein wahrlich unvergessliches Wochenende im Zeichen des Mountainbikesports. Ihr Mitwirken und die Unterstützung von Gemeinden, dem Kanton und weiteren treuen Sponsoren und Gönnern, sowie die spontane und unbürokratische Hilfe von Transportpartnern machen die Organisation und Durchführung des Grossanlasses Nationalpark Bike-Marathon überhaupt erst möglich.